Dr. Frithjof Reinhardt
*1959 in Greifswald; 1981 – 1986 Studium der Philosophie, Geschichte
und Pädagogik in Leipzig, 1986 – 1989 Forschungsstudium zur Philosophie
Hegels bei Prof. Helmut Seidel,
1990 Promotion („ Hegels humanistisches Programm der unsichtbaren
Revolution des Geistes. ...“); 1990 – 1995 Tätigkeit in
verschiedenen kulturellen Einrichtungen, daneben Forschungs- Publikations-
und Lehrtätigkeit, seit 1995 Freiberufliche Tätigkeit als Philosophie-
und Kulturhistoriker, Lehrbeauftragter an der Technischen Universität
Ilmenau, Aufbau des Instituts für Philosophie und Kulturgeschichte
in Bad Berka; das Institut, zusammenarbeitend mit unterschiedlichen Einrichtungen,
bietet ein umfangreiches Programm von Veranstaltungsreihen, Seminaren, Bildungsprojekten
an; |
Kurs A: Wonach streben wir? Philosophische Denkangebote
der "Weimarer Klassik" zu ethischen Fragen der Gegenwart
Kursleitung: Dr. Frithjof Reinhardt, Philosoph und Philosophie-Historiker (Bad
Berka)
In der durch Krisen erschütterten Welt der Gegenwart gewinnt das Fragen
nach einem Minimalkonsens des Guten existenzielle Bedeutung. In Weimar/Jena
wurden am Beginn der Moderne Denkangebote für die Gestaltung eines „guten
Lebens“ in einer „guten Welt“ unterbreitet. Diese „klassischen“
Angebote sollen im Kurs kritisch befragt und vor dem Hintergrund der (leidvollen)
Erfahrungen der Moderne weitergedacht werden.
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Thomas Ritschel
*1967, Studium der Religionspädagogik, Ev. Theologie (Schwerpunkt Religionswissenschaft),
Geschichte und Erziehungswissenschaft; von 1992 – 96 Lehrbeauftragter
an der FH in Jena; von 1994 – 1996 Forschungsstipendiat am Wissenschaftszentrum
Düsseldorf; von 1995 – 1997 Lehrbeauftragter am Institut für
Weiterbildung im sozialen Bereich, Jena; seit 1997 Leiter der Evangelischen
Erwachsenenbildung Thüringen (staatlich anerkannter Träger der
Erwachsenenbildung); mehrjährige Erfahrung als Dozent und Erwachsenenbildner.
Arbeitsschwerpunkte vor allem in den Bereichen Erwachsenenbildung, Geschichte,
Religionswissenschaft, insb. Religionsgeschichte, -soziologie, - phänomenologie.
Themen u.a.: interkulturelle und interreligiöse Lehr-Lernprozesse in
der Erwachsenenbildung, Religion und Identität, Islam in Europa, Interreligiöse
Kommunikation |
Kurs B: Fremderfahrung und kulturelle Identität in
interkulturellen und interreligiösen Kontexten zwischen Klassik und Heute
Kursleitung: Thomas Ritschel, Religionswissenschaftler und Erwachsenenbildner
(Jena)
In der globalisierten Welt verwischen die Grenzen zwischen den Kulturen. Welche
Konsequenzen hat das für den Umgang mit „Fremderfahrung“? Interdisziplinär
und aus der Perspektive unterschiedlicher kultureller Kontexte fragen wir nach
den historischen und aktuellen Bedingungen der Auseinandersetzung mit dem Thema
„Fremderfahrungen“. Ein weiterer Schwerpunkt sind die daraus folgenden
Konsequenzen für interkulturelle Lernprozesse.
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Dr. Hildegard Kurt
geb. 1958; Studium der Germanistik und Romanistik in Münster, Aix-en-Provence
und Mainz, 1982 Staatsexamen für das Lehramt; freie Übersetzerin
und Autorin; 1999 Promotion am Institut für Kulturwissenschaft der
Humboldt-Universität zu Berlin; 1997-2000 Kunstredakteurin der Zeitschrift
ZUKÜNFTE; freie Projekt-, Forschungs- und Lehrtätigkeit mit den
Schwerpunkten Kunst und Zukunftsfähigkeit, Kultur und Ästhetik
der Nachhaltigkeit, Kunst und Agrarkultur, Interkulturelle Kulturarbeit
und Dialog der Kulturen. Vgl. http://www.hildegard-kurt.de
|
Kurs C: Ästhetische Strategien der Moderne und die
Kunst der Zukunftsfähigkeit
Kursleitung: Dr. Hildegard Kurt, Kulturwissenschaftlerin (Berlin)
Welche Potenziale bieten die in Weimar entwickelten ästhetischen Strategien
der Moderne - von der Klassik bis zum Bauhaus - für ein zukunftsfähiges
Europa? Vor diesem historischen Hintergrund, aber auch im Blick auf zeitgenössische
Kunstpraktiken wird der Kurs die "Kunst der Zukunftsfähigkeit"
zu erschließen suchen. Zum Programm gehört ein viertägiger Workshop
in den Werkstätten der Bauhaus-Universität, mit der britischen Künstlerin
und Beuys-Schülerin Shelley Sacks. Sacks leitet das Forschungszentrum Soziale
Skulptur (Social Sculpture Research Unit / SSRU) an der Brookes University in
Oxford, vgl. www.social-sculpture.org
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Justus H. Ulbricht
*1954, Humanistisches Gymnasium 1965-1973, ab 1974 Universität Tübingen:
Studium der Geschichte, Germanistik und Allgemeinen Pädagogik bis 1979/80,
seit 1981 freier Wissenschaftler (Publikationen, Vorträge, Tagungsorganisation,
Erwachsenenbildung, Ausstellungen) und Hausmann. 1995 bis 1998 wiss. Mitarbeiter
im VW-Projekt „Die völkische und nationalsozialistische Instrumentalisierung
der kulturellen Traditionen Weimars“, freiberuflich Mitarbeiter an
mehreren Ausstellungsprojekten im Kulturstadtjahr 1999 in Weimar, 2001-2003
wiss. Mitarbeiter der „Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen“.
Zwei Söhne (Jan, *1984, und Michael, *1991); lebt mit der Verlegerin
Christine Jäger und deren Tochter Johanna in Jena. - Wesentliche Forschungsinteressen:
Geschichte der Völkischen Bewegung, bürgerliche Jugendbewegung,
neureligiöse Strömungen in Deutschland, deutsche Intellektuellengeschichte,
Probleme des „klassischen Erbes“ in politischen Kontexten, Kulturgeschichte
Thüringens im 20. Jahrhundert, Rezeption Nietzsches. |
Kurs D: „Europa“ – Utopie, Idee und
Wirklichkeit in der Literatur seit 1800
Kursleitung: Justus H. Ulbricht, Historiker und Germanist (Jena-Weimar)
Die Wirklichkeit des künftigen Europa braucht das Wissen um die Utopien,
Ideen und Sehnsüchte, die sich seit etwa 1800 in Literatur und Kunst mit
dem Begriff „Europa“ verbinden. Der „imaginäre Kontinent“
Europa wurde zumeist von Künstlern und Schriftstellern beschrieben und
oftmals gegen die politische Realität ihrer jeweiligen Zeit verteidigt
– somit war (und ist?) Europas Idee immer mehr und Anderes als dessen
realpolitische und wirtschaftliche Gestalt.
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